Aktuell im Oktober 2020

Landesinnung tagt in Geislingen

Neben satzungsgemäßen Aufgaben standen auch prominenter Besuch und Ehrungen auf der Tagesordnung der Innungsversammlung am 26. September 2020 im Bestattungshaus Maichle.

Vor unter den geltenden Hygieneregeln tagenden über 55 teilnehmenden Bestattern fasste Landesinnungsmeister Frank Friedrichson zunächst die für das Bestattungsgewerbe ganz besonders turbulente und herausfordernde Zeit im Umgang mit infektiös Verstorbenen zusammen und führte die Maßnahmen und Aktivitäten der Innung dazu aus.

Nach Ausrufen des Notfalls im März 2020 habe der Ausschuss Notfallteam umgehend die Arbeit aufgenommen. Vier Arbeitsgruppen fokussierten sich auf die Themen Materialbeschaffung, personelle Ressourcen bei corona-bedingtem Personalmangel, Hygiene und Gesundheit sowie Kommunikation. Erstes erfreuliches Ergebnis des außerordentlichen Engagements der Mitglieder des Notfallteams war die zunächst in der Rechtsverordnung Corona des Landes Baden-Württemberg nicht vorgesehene Einstufung des Bestattungsgewerbes als „systemrelevant“ – analog zum Beispiel wie Polizei- und Pflegekräfte und im Übrigen als erstes Bundesland in Deutschland. Somit war die Versorgung von Verstorbenen auch für den eventuellen Fall einer Ausgangssperre und entsprechender Vorzug bei Materialbestellungen weiterhin gewährleistet.

An dieser Stelle dankte Landesinnungsmeister Friedrichson der persönlich anwesenden stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der CDU-Landtagsfraktion Nicole Razavi MdL im Namen aller Bestatter für ihr Engagement für die Belange des Bestattungswesens beim Erreichen der Systemrelevanz und schon kurz später bei der temporären Aussetzung der zweiten Leichenschau bei Einäscherungen zum Schutz von Ärzten, Mitarbeitenden in Krematorien und Bestattern. Die Unterstützung sei für sie selbstverständlich gewesen, so Frau Razavi in einem kurzen Grußwort. Das Notfallteam habe die Lage im Bestattungswesen so ein- und nachdrücklich zum Ausdruck gebracht, dass sie das auch als ihre Aufgabe sei, den Prozess in der Gemengelage Corona-Verordnung und Realität zu beschleunigen und zu schnellen Ergebnissen zu führen.

Weitere Erfolge des Notfallteams waren unter anderem der Aufbau eines eigenen Vertriebsnetzes für Atemschutzmasken für Mitglieder und auch Nicht-Mitglieder zu fairen Preisen ohne Gewinnerzielungsabsicht. Denn schon sehr früh seien die Preise für dringend benötigte Schutzausrüstungen „durch die Decke gegangen“, sofern Bestellungen aufgrund von ausverkauften Lagern überhaupt möglich waren. Des Weiteren wurden die Betriebe regelmäßig, ad hoc und zuverlässig zum Beispiel mit Hygiene- und Schutzkonzepten, aktuellen Handlungs-anweisungen zum Umgang mit infektiösen Verstorbenen und zur Durchführung von Trauerfeiern unter Hygienebedingungen versorgt. Für alle weiteren Fragen standen die Mitglieder des Notfallteams und die Geschäftsstelle der Innung allen Anfragenden jederzeit zur Verfügung.

Verdiente Mitglieder geehrt.
Im Anschluss an den Innungsbericht ehrte Friedrichson Mitglieder, die sich insbesondere über die Corona-Zeit besonders verdient gemacht haben. Markus Maichle, Leiter des im März installierten Notfallteams, erhielt die Landesehrennadel in Bronze. Das außerordentliche ehrenamtliche Engagement des ersten Stellvertreters von Landesinnungsmeister Frank Friedrichson, Ralf Homburger, der bereits vor drei Jahren die bronzene Nadel erhalten hatte, wurde mit der Landesehrennadel in Silber gewürdigt.
Ralf Homburger dankte im Anschluss an die Ehrungen Landesinnungsmeister Frank Friedrichson als „Trainer des (Notfall-)Teams“ für seine Besonnenheit und die Moderation und Mediation insbesondere in den zu weil chaotischen und unübersichtlichen Situationen und Regelungen im Bestattungsgewerbe. Mit Frank Friedrichson an der Spitze habe das Notfallteam sehr gute Arbeit für die über 230 Mitglieder der Innung geleistet und landespolitisch viel für den Berufsstand erreicht.

Neuwahlen des Vorstands.
Bei den anstehenden Wahlen bestätigten die anwesenden Stimmberechtigten dem Vorstand der Landesinnung mit großer Mehrheit ihr Vertrauen. Neu in den Vorstand gewählt wurde Markus Maichle, in dessen Räumen die Innungsversammlung auch stattfand. Er ist zukünftig 2. Beisitzer des neun-köpfigen Gremiums.
Seinem Vorgänger, Nicolai Volz aus Emmendingen, ehemaliger Juniorensprecher und 2017 in den Vorstand gewählt, dankten der Landesinnungsmeister und die Vorstandskollegen für sein Engagement.

Der Vorstand der Landesinnung Bestattungs-gewerbe Baden-Württemberg 2020-2023:
Landesinnungsmeister Frank Friedrichson, Horb
erster stv. Landesinnungsmeister Ralf Homburger, Singen
zweiter stv. Landesinnungsmeister Stephan Fischer, Freudenstadt
dritte stv. Landesinnungsmeisterin Sandra Gäng-Decker, Singen
vierter stv. Landesinnungsmeister Günter Sieber, Stetten a. k. M.
Schriftführer Rolf Gregor, Ladenburg
erste Beisitzer Frank Roser, Lörrach
zweite Beisitzer Markus Maichle, Geislingen a. d. Steige

Wir danken Markus Maichle und seiner Familie für die Ausrichtung der Innungsversammlung!

Manuela und Markus Maichle und Landesinnungsmeister Frank Friedrichson

Erster stellvertretender Landesinnungsmeister Ralf Homburger mit Landesinnungsmeister Frank Friedrichson

Interview: dpa und unsere Bestatter

Landesinnungsmeister Frank Friedrichson, Bestatter aus Horb a. N., und die Landesinnung Baden-Württemberg wurden dieser Tage zur aktuellen Situation im Bestattungsgewerbe befragt. Wir stehen zu unseren Empfehlungen an unsere Mitglieder!

Hier finden Sie diesen Artikel.

Corona: Bestatter im Notfalleinsatz aktiviert.

Corona: Der Leiter der „Bestatter im Notfalleinsatz“ (kurz: Notfallteam) Markus Maichle und die Landesinnung haben einen Krisenstab gebildet, der ab sofort handlungsfähig und einsatzfähig ist sowie die Arbeit bereits aufgenommen hat.

Der Krisenstab besteht aus vier Arbeitsgruppen:

  1. Materielle Ressourcen
  2. Personelle Ressourcen
  3. Hygiene und Gesundheit
  4. Presse und Kommunikation

Insbesondere die Beschaffung von Material in ausreichender Menge und die Implementierung landesweit gültiger Standards im Umgang mit infizierten Verstorbenen durch das Sozialministerium stehen aktuell besonders im Fokus.

Ein Organigramm mit Benennung der zuständigen Personen können Mitglieder auf unserer Homepage www.bestatterinnung-bw.de herunterladen.

Steuerliche Erleichterungen

Für die Anträge wird auf der Website der Finanzämter in Baden-Württemberg ab Freitag ein vereinfachtes Antragsformular zur Verfügung gestellt, um eine schnelle, unbürokratische und praktikable Handhabung für die betroffenen Steuerpflichtigen und die Finanzverwaltung zu gewährleisten. „Die Finanzverwaltung kann die Anträge ab sofort unbürokratisch bearbeiten“, so Edith Sitzmann MdL, Ministerin für Finanzen Baden-Württemberg.

Darüber hinaus können auch die Vorauszahlungen auf die Einkommensteuer, die Körperschaftsteuer und in Bezug auf den Gewerbesteuer-Messbetrag gesenkt werden. Wer wegen der Corona-Pandemie Probleme hat, seine Steuererklärungen fristgerecht abzugeben, kann Fristverlängerungen beantragen. „Die Finanzämter im Land werden solche Anträge auf Fristverlängerung in der Regel genehmigen”, sagte Finanzministerin Edith Sitzmann.

Bitte wenden Sie sich  direkt an das zuständige Finanzamt. Da Besuche nicht möglich sind und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter möglichst von zu Hause arbeiten, sind digitale oder telefonische Wege einfacher und schneller.

Das Formular kann auch in unserem Mitgliederbereich heruntergeladen werden.

Bestatterhandwerk jetzt systemrelevant!

Gemäß der aktualisierten „Verordnung der Landesregierung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus SARS-Cov-2“ gilt das Bestatterhandwerk ab sofort als „kritische Infrastruktur“ und damit als systemrelevant! (§1, Abs. 6, Punkt 8.). Die Bestatter sind damit auf einer Stufe mit unter anderem Polizei, Feuerwehr und Katastrophenschutz.

Was bedeutet das für die Bestatter?

  • Sie und ihre Mitarbeitenden haben grundsätzlich ab sofort Zugang zu regionaler Notbetreuung Ihrer Kinder (§1, Abs. 4)
  • Die „Systemrelevanz“ sollte die Beschaffung von knappem Arbeitsmaterial wie Schutzkleidung oder Desinfektionsmittel erleichtern.

Bestatter sind nun auch Vollhandwerk!

Im „Vierten Gesetz zur Änderung der Handwerksordnung und anderer handwerksrechtlicher Vorschriften“ wurde entschieden, dass Bestatter zukünftig als Vollhandwerk (B1) etabliert sind. Das bedeutet, dass die offizielle Bezeichnung des Bestatters in der Handwerksordnung (HWO) ab sofort Bestattungshandwerk lautet. Ferner werden Bestatterverbände zukünftig die Möglichkeit haben, im Rahmen einer extra im Gesetz neu vorgesehenen Evaluierungsklausel die Argumente zu schärfen und dann in Zukunft der Meisterpflicht zu unterliegen. 

Leistungswettbewerb des deutschen Handwerks | Bundessiegerin kommt aus Baden-Württemberg

Die Landesinnung Bestattungsgewerbe Baden-Württemberg gratuliert Bestattungsfachkraft Jennifer Schmid aus dem Ausbildungsbetrieb Bestattungen Ingrid Rühle in Gärtringen zum 1. Bundessieg im Bundesleistungswettbewerb der Bestattungsfachkräfte! Frau Schmid wird die Bestattungsbranche bei der Schlussfeier des Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks am 13. Dezember 2019 in Wiesbaden repräsentieren.

Innungsversammlung der Landesinnung Bestattungsgewerbe

Vorstand der Landesinnung Bestattungsgewerbe Baden-Württemberg

Bestatter im Notfalleinsatz, Jahresabschluss und Finanzen, Berichte aus Baden-Württemberg und dem Bundesverband. Mit diesen und vielen weiteren Themen beschäftigten sich die zahlreich erschienenen Mitgliedsbetriebe der Landesinnung Bestattungsgewerbe Baden-Württemberg am vergangenen Wochenende in Freudenstadt. Herzlichen Dank an das Bestattungsinstitut Gebr. Fischer, Inh. Stephan Fischer e.K., für die Gastfreundschaft.

Wahlen beim Bundesverband Deutscher Bestatter

Auf dem Bild v. l. n. r.: Frank Wesemann, Ralaf Paulsen, Christian Streidt und Ralf Michal

Am 17. und 18.10.2019 fand in Leipzig die Mitgliederversammlung des Bundesverbandes Deutscher Bestatter e. V. und seiner angeschlossenen Organisationen statt. Bei der Versammlung standen unter anderem die Wahlen zum Präsidium des Bundesverbandes Deutscher Bestatter e. V. auf der Tagesordnung.

Herr Christian Streidt (Ulm) wurde als Präsident ebenso im Amt bestätigt, wie die Vizepräsidenten Herr Ralf Michal (Schweinfurt) und Herr Frank Wesemann (Münster). Als weiterer Vizepräsident wurde Herr Ralf Paulsen (Kiel) in das Präsidium gewählt.

Die Landesinnung Bestattungsgewerbe Baden-Württemberg gratuliert den Gewählten recht herzlich.

Der Mitgliederbereich befindet sich auf www.handwerk-fds.

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